Pfingstfluglager in Hersbruck

von Ferdi 22. Juni 2009

Pfingstfluglager in Hersbruck

“Intensives Schulen” und “Ausspannen mit Gleichgesinnten” hieß es im Pfingstfluglager der LSG Hersbruck.
Obwohl unsere Gäste aus Burghausen bereits am Mittwoch Nachmittag eintrafen, war der erste Flugtag wegen der durchziehenden Kaltfront für Freitag angesetzt. Trotz der schlechten  Wettervorhersage freuten sich alle auf eine Premiere: Der Bauwagen der Fliegerjugend wurde gleich mit fünf Leuten eingeweiht und bot uns eine geniale und vor allem trockene Übernachtungsmöglichkeit.
Den verregneten Donnerstag verbrachten die meist jugendlichen Teilnehmer in der Therme in Hersbruck.
Für Speis und Trank für das Wochenende war ebenfalls bestens gesorgt – Helmuth, unser jung gebliebener Eventmanager hatte für das Minifluglager an alles gedacht. Mit erfrischenden Duschen in den Räumen des SV Eintracht Hersbrucks bis hin zum abendlichen Lagerfeuer waren perfekte Grundlagen für das Fliegen geschaffen. Der sehr windige Freitag war zwar fliegerisch schwierig für unsere Schüler und ermöglichte unseren Burghausenern Scheinpiloten Christian und Monika noch keine fränkischen Bärte, umso größer war jedoch die Vorfreude am Abend auf den Folgetag mit Aussichten auf Kaltluft.
Neben Bundesligaflügen am Samstag und einigen Passagierstarts am Sonntag gelang es dennoch, die Schulung gut in den Betrieb zu integrieren.
Das Pfingstfluglager hat einen Vorgeschmack auf zwei Wochen Augusturlaub am Flugplatz gegeben, hat den Kontakt zur Segelflugsparte des SV Wacker vertieft und hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht.

 Pfingstfluglager in Hersbruck Pfingstfluglager in Hersbruck Pfingstfluglager in Hersbruck

Pfingstfluglager in Hersbruck Pfingstfluglager in Hersbruck Pfingstfluglager in Hersbruck

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Auf schöne Flüge im Sommer
Ferdinand Harries

Tolle Leistung nicht belohnt

von Peter 3. Juni 2009

Am vergangenen Sonntag standen wir wieder in den Startlöchern, um Strecken- und Bundesligapunkte zu  ergattern.

Ausnahmsweise hatte der Wetterbericht diesmal Recht, die angekündigte Abschirmung aus NO stellte sich wirklich pünktlich ein. Ansonsten herrschten, abgesehen von einer recht niedrigen Basis, aber gute Segelflugbedingungen. Die tiefe Basis sind wir ja mittlerweile gewöhnt, den stärkeren Wind, diesmal aus NO mit ca. 25 km/h, auch.

Der Plan war, einen möglichst langen Rückenwindschenkel in den Flug einzubauen um dadurch etwas flotter voranzukommen.

Dies hat am besten unser Gunther umgesetzt, der zunächst nach O Richtung Nittenau-Bruck abflog, um dann zu wenden und mit Rückenwind südl. Hohenfels Richtung Schwäbische Alb zu donnern.  Dort traf er offensichtlich auf gute Bedingungen, wie seine Gesamtstrecke von 490 km zeigt. Sein Heimweg war dann noch mit einigen Tiefpunkten garniert, die keine Langeweile aufkommen ließen. Damit flog er über doppelt so weit als ich, und erreichte einen Bundesligaschnitt von 100,8 km/h, also knapp 20 km/h mehr als ich! Wirklich eine Super-Leistung, die leider in der Endabrechnung wieder nur mit 1 Punkt belohnt wurde.

Ich selbst bin im Team mit Michael zuerst ein Stück nach N Richtung Pegnitz, um dann ebenfalls mit Rückenwind nach Westen abzuschwenken.

Bei einer Basis von ca. 1200 m erreichten wir schließlich eine Wolkenaufreihung, die mich für den weiteren Flug recht optimistisch stimmte. So ganz rund lief es dann aber leider nicht. Bei ca. 100 km Distanz zur Heimat wendeten wir schließlich, um dann ab Burg Feuerstein voll von der Abschirmung erwischt zu werden. So mussten wir nach S unter den Deckel von Nürnberg ausweichen um noch etwas Sonne zu erwischen. Bei Lauf-Lillinghof konnten wir dann mit 200m plus unseren Endanflug beginnen, wegen der dazwischenliegenden Höhenrücken landschaftlich recht reizvoll. 

Insgesamt meldeten am Sonntag 6 Piloten der LSG ihre Flüge, die Strecken reichten von 230 km / 80 km/h (Michael und ich), über 326 km / 76 km/h (Reinhard) und 362 km / 74 km/h (Stefan) bis zu den 488 km / 75 km/h von Gunther.    

Stefan war in dem Gebiet zwischen Bayreuth und Aalen unterwegs, Reinhard zwischen Bayreuth, Weiden und Eichstätt.

Mit unseren Flügen (Gunther 100,8 km/h, Stefan 84,9 km/h und ich mit 81 km/h) belegten wir Rang 22 der Runde 6, und bekamen dafür 1 Punkt. In der Tabelle liegen wir jetzt mit 19 Punkten Rang 25.

Schade, dass es nicht ein paar Pünktchen mehr geworden sind; aber vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

Einmal Wartburg und zurück

von Peter 28. Mai 2009

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Foto: Lukas Grams

Das letzte Wochenende ist gelaufen, und stand einmal mehr im Zeichen wechselnder Luftmassen. Während wir am Samstag (lt. Vorhersage) großteils noch mit frischer Kaltluft rechnen konnten, sah es für den Sonntag bei zunehmender Warmluftzufuhr wesentlich schlechter aus. Die Warmluft mischte dann aber bereits am Samstag kräftig mit, und machte die Aufwindsuche nicht unbedingt einfach. Trotzdem konnte man, wenn man es schaffte nur die stärksten Aufwinde anzunehmen, recht ordentliche Schnitte fliegen. Die selektive Aufwindsuche war allerdings bei Basishöhen von 1200 m über Hersbruck schwierig.

Der Windrichtung und Wetteroptik entsprechend, beschlossen wir zunächst nach N abzufliegen (Stefan, Gunther, Reinhard und ich), Richtung Fichtelgebirge. Da der Thüringer Wald recht verlockend aussah, versuchten wir unser Glück in dieser Richtung, rückblickend der richtige Entschluss.

So flogen wir dann bei niedriger Basis aber teilweise doch recht ordentlichen Steigwerten die Kante des Thüringer Waldes Richtung Kronach - Suhl - Eisenach entlang. Stefan, der deutlich voraus war wendete schließlich über der Wartburg, und sammelte mich beim Rückflug wieder ein. Gunther und Reinhard hatten ebenfalls gewendet und so ging es denselben Weg wieder zurück. Irgendwie verloren wir uns dann aber aus den Augen; bei dem starken Verkehr über dem Thüringer Wald kein Wunder, da fliegt man schnell einmal dem falschen Flieger hinterher.

So traten wir als Einzelkämpfer den Rückflug Richtung Fichtelgebirge – Weiden an. Stefan flog noch etwas weiter Richtung Grenze. Hier im Weidener Raum machte sich der Warmlufteinfluss schon recht deutlich bemerkbar, Abtrocknung und schlechtere Steigwerte waren die Folge. Schließlich schafften wir aber doch den Rückflug ohne größere Schwierigkeiten, die vereinzelten Wolkenfetzen trugen erstaunlich gut. Stefan hatte seinen Wasserballast sogar wieder mit nach Hause gebracht.

Der direkte Weg vom Fichtelgebirge nach Hause war offensichtlich schlechter; Amir, der sich im Cirrus den Umweg über Weiden ersparen wollte, musste leider bei Pegnitz neben der Autobahn auf den Acker.

Die Bilanz des letzten Samstags: 7 gemeldete Flüge, mit Strecken zwischen 150 (Horst im Spatz) und 514 km (Stefan).

Und endlich konnten wir mal wieder ordentlich für die Bundesliga punkten; das Team Stefan (100 km/h), Reinhard und ich (je 92 km/h) schaffte Rang 9 mit 12 Punkten in Runde 5. Damit hat die LSG Hersbruck einige Plätze gutmachen können, und liegt jetzt mit 18 Punkten auf Rang 23 der Tabelle. Vielleicht können wir ja am kommenden Wochenende noch ein paar Pünktchen mehr einsammeln; das Wetter dürfte jedenfalls wieder mitspielen.  

Der Link direkt zum Flug von Stefan im OLC

Alles Banane oder was?!

von Stefan (Admin) 25. Mai 2009

Wir Segelflieger lernen unsere bayerische Heimat kennen

Eine Fortsetzung aus der Reihe “Wir Segelflieger lernen unsere fränkische Heimat kennen” von Amir Treschau:

Samstag, 23.05., einzelne flache Cummuli am fränkischen Himmel, der Wind umlaufend, wir schieben um kurz nach elf unsere Flieger zum Start nach Osten. Peter, Stefan Gunther, dann bin ich an der Reihe.

1. Versuch, der Schlepp geht so in 350m mitten durch einen ordentlichen Bart am Michelsberg, ich bleibe hängen bis Hohenstadt, ausklinken in ca. 600m…. und zurück zum Platz geht¹s mit leicht vermindertem Eigensinken. Die Stille im Cockpit wird nur gelegentlich durch einen derben Fluch unterbrochen.

2. Versuch, jetzt ist es bereits nach halb eins, diesmal, der Meister wird gedacht haben, ich spinne, ignoriere ich wieder hartnäckig gutes Steigen an oben genannter Stelle, lasse mich auf gut 800m schleppen. Und, voila, es kann losgehen. Vorbei an Lillinghof, dem Walberla, über den Feuerstein auf Nordkurs. Der Weg ist gut gezeichnet, ich finde eine tragende Linie bis Coburg. Von dort aus steigt die Basis, die ich allerdings nicht allzu oft erreiche, auf ca. 1850m msl über dem Thüringer Wald. Gunther meldet seine Wende bei Suhl, Stefan fliegt bis zur Wartburg.

Wir Segelflieger lernen unsere bayerische Heimat kennen

Mittlerweile hungrig geworden, auch der segelnde Mensch lebt nicht nur von aufsteigender Luft und Liebe, greife ich zu einer Banane. An dieser Stelle will ich vorausschicken, dass ich zu Hause immer ordentlich den Müll trenne und ich mich auch in weitaus weniger essentiellen Belangen des bürgerlichen Lebens für einen gesetzeskonformen Menschen halte. Und da der Segelflug ja ohnehin eine ziemlich saubere Sache ist, wir lassen ja gelegentlich nur etwas Wasser ab, denke ich mir, so eine Biobananenschale wird doch ganz sicher nicht das ökologische Gleichgewicht des Thüringer Waldes ins Wanken bringen, also raus damit. Leider bekam ich im Anschluss keine Gelegenheit, diese These wissenschaftlich zu verifizieren. Unmittelbar nach dem Rauswurf nämlich durch ein penetrant-hochfrequentes “Tac-Tac-Tac …” aufgeschreckt nach hinten blickend, entdecke ich meine Schale, wie sie sich in perfektem Formschluss um die Profilnase an die Flächenwurzel schmiegt. Es folgen eine Reihe von Flugfiguren, die an die verzweifelten Bemühungen eines Rodeopferdes erinnern, welches danach trachtet, sich seiner unliebsamen Reiterschaft zu entledigen. Gebracht hat das außer einem deftigen Höhenverlust freilich nix. Gut - fliegste halt einfach weiter, was denn auch sonst. Außerdem: Individualität ist doch heutzutage Pflicht - oder, um es im Idiom zeitgemäßer Jugendkultur auszudrücken “Pimp your Sailplane” - gegen langweilige weiße Kunststofftristesse … Weiter flogen wir, d.h. die Bananenschale, der Cirrus und ich nach Suhl, wo wir wendeten und halbwegs flott zurück zum Fichtelgebirge segelten. Dort, kurz vor halb fünf im Südwesten angekommen, entschied ich mich, nicht mehr wie Reinhard vor mir Grafenwöhr im Osten zu umrunden, sondern den direkten Heimweg nach Hersbruck anzutreten. Mittlerweile war vor mir im gesamten Süden der Himmel abgetrocknet. Südöstlich Bayreuth konnte ich noch mal auf knapp 1200m über Platz steigen und flog mit meiner Bananenschale weiter in Richtung Veldensteiner Forst. Auf dem Weg dorthin lokalisierte ich zwar zielsicher länger anhaltendes Saufen von 2 - 3 Metern, allerdings ohne dafür das zugehörige Steigen zu finden. Der Boden kam unaufhaltsam näher und so war das Spiel um Punkt fünf Uhr 31,4 km vor Hersbruck auf einem Acker westlich Pegnitz zu Ende.

Nette Gesellschaft von 1 Motorradfahrer, 2 Pferden, 5 Kindern nebst Eltern vertrieb mir bis zur Ankunft von Tanja und Lukas die Zeit. Abbauen, in Pegnitz Eis essen und um acht Uhr wieder am Platz eintreffen rundeten meinen Flugtag mit 250 km und einem 60iger Schnitt in angenehmer Weise ab.

Ach ja, die Bananenschale: So hartnäckig sie sich auch über gut zwei Stunden hielt, verabschiedete sie sich wohl im Anflug bei gezogenen Bremsen. Übrig blieben nur einige Fasern, die ich Lukas am Flächenklebeband zeigen konnte.
Epilog: Wenn der Cirrus mit Dekoration immer noch gut fliegt, meint ihr dann nicht auch, dass es die Jungs von der “Rennfraktion” mit ihren Fliegenputzern etwas übertreiben?! ;-)

Amir Treschau

Der Link direkt zum Flug im OLC

Samstag Kaltluft, Sonntag Warmluft

von Peter 19. Mai 2009

Damit ist die Wetterentwicklung des vergangenen Wochenendes eigentlich schon ganz gut beschrieben. In der Nacht zum Samstag zog eine Kaltfront durch, die frische Kaltluft, aber leider auch starke Niederschläge mit sich brachte, die fast die ganze Nacht anhielten.

Die Folge war ein stark aufgeweichter Flugplatz, der Starts am Samstag unmöglich machte, und eine klare frische Luftmasse, deren Cu-Wolken aber aufgrund der hohen Feuchte zu Ausbreitungen und Abschirmungen neigten. Der Samstag war also schon mal nix (außer wenn wir auf einen fremden Platz ausgewichen wären). Blieb also noch der Sonntag; Wetterbericht war auch recht optimistisch; trockene Warmluft, gute Thermik bis 2500 m über den östlichen Mittelgebirgen, 1-2/8 CU. Hörte sich doch ganz gut an, oder? 

Leider scheint aber beim Wetterdienst der Profi in Urlaub gewesen zu sein, und der Stift die Prognose erstellt zu haben; es war nämlich grauenhaft! Obwohl mit 6 Piloten angetreten, brachten wir es nicht fertig aus dem Gleitbereich des Platzes herauszufliegen. Eine absolut stabile Wetterlage, gekennzeichnet durch eine deutlich sichtbare Inversionsschicht. Ich selbst schaffte es gerade mal, 800 m über Hersbruck zu erreichen, und auch das nur nach hartem Kampf mit den Elementen. Gerüchten zufolge, sollen einige meiner Mitstreiter sogar 1000 m erreicht haben! Aber viel weiter als Hartmannshof Steinbruch und zurück sind sie leider auch nicht gekommen. Gegen 18:00 Ortszeit führte eine herannahende Kaltfront erneut zu Labilisierung; für uns leider viel zu spät.

 Aber wir haben es wenigstens probiert, und müssen uns nicht vorwerfen eine Chance verpasst zu haben. Bestimmt klappt es am kommenden Wochenende.

Obenbleiben statt Strecke machen….

von Peter 12. Mai 2009

Samy mit Fans

…dies war zunächst das Motto, als wir am vergangenen Samstag erneut versuchten  Bundesligapunkte zu erfliegen. Die Wetterlage war durch feuchte Warmluft gekennzeichnet, die uns bei Basishöhen von anfänglich 800m GND und Steigwerten die eigentlich nur ein vermindertes Eigensinken waren, das Streckenfliegen ziemlich erschwerte. Dies führte dann auch zu einer Landung auf dem Nachbarplatz und einer Außenlandung in der Fränkischen Schweiz.

 Ich selbst wunderte mich nach dem Ausklinken nur, wie es die vor mir gestarteten eigentlich hinbekamen hängenzubleiben, da ich mich nach dem Ausklinken nur langsam aber stetig nach unten gearbeitet hatte. Als sich dann im Funk der Erste wieder zur Landung meldete war mir aber klar, dass alle zu kämpfen hatten.

Im Laufe des Nachmittags stieg die Basis dann bis auf 1400m an, und die Steigwerte legten deutlich zu. Trotzdem blieb das Streckenwetter sehr inhomogen und unübersichtlich, was auch die erflogenen Strecken und Geschwindigkeiten zeigen; mehr war halt nicht drin.

Während Wetterlagen mit trockener Warmluft oft sehr gute Segelflugbedingungen mit hoher Basis und guten Steigwerten bieten können (vor allem über den bekannten Rennstrecken Thüringer Wald – Fichtelgebirge – BayerWald), sieht es bei der Zufuhr feuchter Warmluft ganz anders aus.

Die Aufwindverteilung ist sehr unzuverlässig, und eher durch kurzlebige Aufwindblasen gekennzeichnet; wer eine schöne Wolke anfliegt findet meist kein Steigen mehr, da der Aufwind bereits versiegt ist. Oft hilft es gegen den Wind unter der Wolke durchzufliegen und im Blauen davor nach Steigen zu suchen, oder gezielt kleinere Wolkenfetzen im Blauen anzufliegen, die auf eine aktive Thermikquelle schließen lassen. Zudem blies am Samstag der Wind aus recht unterschiedlichen Richtungen mit bis zu 25 km/h (am Boden aus O, in Basishöhe aus SW). Das bedeutet aber auch dass er in der Höhe dreht (Windscherung), am Samstag z.B. im Höhenbereich zwischen 700 m und 900 m. In diesem Bereich waren auch die Aufwinde recht turbulent und schwer zentrierbar; man tat also gut daran über diesem Höhenband zu bleiben. Bei der geringen Basishöhe allerdings ein recht schwieriges Unterfangen.

Trotzdem schafften wir es 3 Flüge in die Wertung zu bringen, wobei das Team Reinhard, Gunther und ich eine Rundengeschwindigkeit von 186 km/h erreichte; das war allemal besser als zu Fuß, und brachte uns immerhin doppelt so viele Punkte als in der vorhergehenden Runde ein: nämlich 2! Insgesamt waren am Samstag 5 Piloten unterwegs, die erflogenen Strecken betrugen zwischen 60 und 270 km.

So liegen wir jetzt mit 6 Punkten auf Platz 27 der Tabelle, und haben noch viel Luft nach vorne um kräftig aufzuholen.

Schauen wir mal, was das kommende Wochenende bringt.

Zwischen Fichtelgebirge und Donau …

von Peter 5. Mai 2009

Wir warten auf die Sonne

…waren wir am letzten Wochenende auf der Jagd nach Streckenkilometern und Bundesligapunkten unterwegs.

Nachdem die Wettervorhersage den Samstag als den besseren Tag des Wochenendes favorisiert hatte, waren die meisten von uns am Samstag unterwegs. Der Samstag begann allerdings wie ein nebliger Novembertag, der uns aber einige wunderschöne Impressionen bot als sich der Nebel lichtete und übergangslos CU entstanden. Zumindest die Wetteroptik vom Boden sah dann aber am Sonntag noch einmal deutlich besser aus; allerdings baute das gute Wetter wesentlich früher ab als am Vortag.

Gegen 13 Uhr startete dann Gunther mit der LS 4, die restlichen Piloten folgten Zug um Zug. Der Oststartplatz war durch die Niederschläge des Vortages noch relativ feucht; Günter (LG) musste mit seiner ASH sogar im Windenschlepp starten, da ein Eigenstart oder F-Schlepp nicht möglich war. Die meisten von uns flogen dann Richtung Norden (Fichtelgebirge) ab, mit dem Plan den strammen NNO-Wind auszunutzen und einen langen Rückenwindschenkel Fichtelgebirge – BayerWald folgen zu lassen. Die Rechnung ging aber zumindest in meinem Fall nur zum Teil auf, da sich der von mir favorisierte Bayerische Wald als Flop erwies. Zudem hatte ich unterwegs auch noch meine Teampartner Stefan und Reinhard verloren, die mit geschickterer Flugwegwahl wesentlich flotter unterwegs waren. Sie flogen westl. Cham über Neunburg v. Wald Richtung Straubing.

Gunther, Günther (LG) und Reiner wählten schließlich eine Route südl. um Hohenfels, die offensichtlich auch recht gut fliegbar war; schließlich konnte Gunther mit seinem Flug die höchste Bundesligageschwindigkeit dieser Runde für die LSG erfliegen.

Hier die RundengeschwindigkeitenGunther 95,47 km/h, Stefan 95,39 km/h und Reinhard mit 93,54 km/h. Obwohl es diesmal nur für einen BL-Punkt gereicht hat, finde ich dass wir mit 3 Flügen um die 95 km/h durchaus zufrieden sein können. Wir haben 3 Flüge in der Wertung, das letzte Quäntchen Glück hat halt noch gefehlt. In der Tabelle liegen wir mit 4 Punkten auf Platz 25.

Am Samstag wurden Strecken um die 400 km erflogen, die weiteste Strecke am Sonntag schaffte Klaus Ziegler mit 414 km (80,6 km/h), gefolgt von Joachim mit 332 km (71,4 km/h). Amir, Farshad und Lukas waren ca. 200 km unterwegs, und Ferdinand im Twin III ca. 180 km. 

Schauen wir mal was uns der nächste Flug an Erlebnissen bringt; das Foto mit den Eindrücken vom Samstagmorgen stammt übrigens von Lukas.

Wir Segelflieger lernen unsere bayerische Heimat kennen

von Stefan (Admin) 5. Mai 2009

Wir Segelflieger lernen unsere fränkische Heimat kennen

Liebe Freunde,

hier Amir Treschaus ungekürzter und nur wenig geschönte Bericht von der jüngsten Veranstaltung aus der Reihe “Wir Segelflieger lernen unsere fränkische Heimat kennen”:

Nachdem dem ich mich am diesjährigen Tag der Arbeit bereits mit unserem Cirrus auf den Weg zum Walberla gemacht hatte, um dort die Kollegen in Dobenreuth-Forchheim auf einen kurzen Plausch und ein kühles Erfrischungsgetränk zu besuchen, durfte ich zwei Tage später die Gastfreundschaft unserer Oberpfälzer Mitbürger genießen. In der Sonne sitzen, ein “Rötzer Helles” trinken und der staunenden Familie Meixensperger in Bernried, Kreis Rötz bei Neunburg vorm Wald, allerlei Interessantes rund um die Fliegerei erklären. Beispielsweise den Unterschied zwischen „Luftlöchern“ und dem, was sich im Kopf eines Piloten befindet, der meint, anstatt auf die nächstgelegenen Wolken im Nordosten zuzufliegen ein blaues Loch von lockerer 25 km Durchmesser genau mittig durchfliegen zu müssen …

Und begonnen hat alles in etwa so: Eine klare Nacht, ein schöner Morgen, der Wetterbericht, zwar nicht hocheuphorisch aber keinesfalls schlecht, läßt zunächst Klaus, Lukas die LS 4en und mich den Cirrus aufbauen, etwas später stoßen Joachim und Farshad dazu. Okay, jeder kennt den Spruch vom „frühen Vogel“ und dem Wurm, aber da gerade offensichtlich niemand Appetit auf Würmer hatte und sich zudem der Himmel über uns bis in den späten Vormittag hinein in makellosem Blau präsentierte, starteten wir doch verhältnismäßig spät. Günter saß im Falken, Klaus stand als erster am Start, ich war die Nummer 2, unmittelbar gefolgt von „Master Luke“.

Der Himmel sah in südöstliche Richtung viel versprechend aus. Im Gegensatz zu Klaus und auch nach mir Lukas, die beide zunächst nach Norden abflogen, hatte ich mich entschlossen, sofort nach Südosten zu fliegen.
Gleich im zweiten Bart ließ ich mir die Gelegenheit nicht nehmen, die Scharfsichtigkeit unseres Meisters im Twin zu testen: “Amir, dein Rad ist noch draußen!” tönts im Funk. Nicht schlecht, das gab immerhin 50 Punkte .. (die 100 hätte er gekriegt, wenn er mir noch gesagt hätte, das mein Haubenfaden weggeflogen war .. vielleicht aber war ihm das nur zuviel der „Kindergartenbetreuung“ ;-) Verflixt, der Haubenfaden! Ein kurzer Moment der Unsicherheit, soll ich den Flug abbrechen?! Ich beschloss weiterzufliegen. Man kann ja in allem Schlechten auch etwas Gutes entdecken: Ohne Faden muß ich mir wenigstens den Murks, den ich zusammenfliege, nicht einen ganzen Nachmittag lang mit ansehen ..

Also, rasch östlich von Fichtelbrunn knapp ausserhalb der TMZ Höhe machen, weiter über Amberg Richtung Schwandorf, erstaunlicherweise war dort die Basis schon locker so hoch wie später im Bayerwald, weiter dem Wolkenbild folgend Richtung Cham. Mittlerweile flog Joachim ebenfalls auf Südostkurs hinter mir. Da in Richtung Regensburg kaum mehr Cummulanten standen, flog ich einen Bogen in Richtung Osser. Bevor ich diesen erreicht habe, glitt ich hoffnungsfroh in Richtung Hauptkamm des Bayrischen Waldes, durchflog sogar noch großzügig einen Bart, den ich auf dem Weg dorthin in zwei Kreisen nicht sauber zentrieren konnte und kam, auch du Sch.., immer tiefer in Richtung Bayerwald. Die OLC-Auswertung zeigt etwas nördlich Bad Kötzing 300 m AGL - und die entsprachen kurzzeitig auch meinem Gemütszustand. Den Bayerwald und die Wolkenstraße über dem Kamm zum Greifen nahe und dann nicht mehr hochkommen?! Unter der Hangkante weiterfliegen und hoffen, das mich Westwind und Thermik doch wieder über Kammniveau tragen war jetzt angesagt. Und, ich hatte Glück. Ein zunächst ruppiger, zerrissener Bart hob mich in eine gemütliche Ausgangshöhe weiter Richtung Arber. Dort erflog ich mir die letzten fünf, sechshundert Meter bis unter die Basis. Joachim meldete sich im Funk hinter mir fliegend, schön. Weiterhin ging´s in einem, zumindest kurze Zeit, rodeoähnlichen Ritt südostwärts mit sogar mal mehr als 200 km/h, um nicht im Geradeausflug in die Wolken zu geraten. Über Zwiesel schwächelte der Aufwind etwas, danach ging´s in einem Nullschieber noch ein Stückchen weiter. Hinter dem Stausee beschloss ich dann zu wenden und den Heimweg anzutreten.

Wolkenstrasse über dem Bayerischen Wald
Wolkenstrasse über dem Bayerischen Wald

Direkt nördlich von Zwiesel an der südwestlich exponierten Hangkante standen noch einmal über 3 m/s auf dem Integrator, ich flog deutlich unter der Basis ab, um nicht wie auf dem Hinweg schneller als mir eigentlich lieb war von den Wolken wegfliegen zu müssen. Mittlerweile meldete sich auch Klaus am Funk, der einen wirklich langen Schenkel vom Fichtelgebirge ebenfalls nach Zwiesel geflogen ist. Für Unterhaltung am Funk war jetzt also gesorgt, Joachim erzählte Herrenwitze a la “da sind heute aber viele Langohren unterwegs” .. Hat der wirklich so gute Augen oder traut er sich einfach nur so nah ran?! Wie auch immer, ich flog den Kamm entlang weiter nach Nordwesten ins Blaue hinaus Richtung Cham. Es machte sich fast so etwas wie Erleichterung bemerkbar, nach dem langen Flug unter der fast geschlossenen Wolkendecke des Bayrischen Waldes. Ein, zweimal noch ein etwas lustloser Versuch schwaches Steigen einzukreisen, dann der Beschluß, einfach zu den nächsten Wolken im Nordnordwesten Chams zu gleiten, aus 1700 m msl, noch gut 1200 m AGL sollte dies doch auch bei einer Gegenwindkomponente von gut 10 km/h locker drin sein, die nächsten Wolken sehen doch so nah aus. Joachim gibt Bescheid, er will sein Glück weiter im Osten versuchen, ebenso Klaus.

Ich fliege auf Cham zu, sinke, fliege über Cham, sinke, versuche halbwegs sauber Sollfahrt zu fliegen. Mein Ziel, die Wolken voraus, kommen doch immer näher, oder?! Ich sinke weiter. Weit hinter Cham beschleicht mich das erste mal das Gefühl, das es nun langsam eng werden könnte. Jetzt habe ich vielleicht noch 500 Meter über wieder hügeligem Gelände, die Wolken noch weit voraus. Das erste mal seit langem ist wieder etwas Bewegung in der Luft, ich suche, kreise ein und kann während vielleicht 3, 4 Minuten sogar 50, 60 Meter wieder gut machen. Als auch dieser Aufwind weiter an Konstanz verliert, versuche ich nochmals ein Stückchen im Westen mein Glück, trockene Äcker und Abrißkanten locken. Zwei, höchstens drei Minuten kann ich noch suchen, den ordentlich nach Westen ausgerichteten und im Anflug freien Außenlandeacker, in Landerichtung leicht ansteigend, ständig im Blick. Dann kommt das Rad heraus, ich korrigiere im Queranflug noch etwas die Höhe, halte im kurzen Endteil knapp 110 km/h, setze ungefähr nach 50 Metern auf und lasse den Cirrus mit minimalem Bremseinsatz ausrollen. Ich schnaufe tief durch, öffne die Haube, gebe Joachim und Klaus Bescheid; denke mir “Mensch, jetzt bist du ja schon fast ein alter Hase mit der zweiten “echten” Aussenlandung ” Von wegen, als ich gleich aussteige, zittern mir die Knie ..

Nach wenigen Minuten kommt schnaufend ein junger Bursch auf dem Radl über den Acker. Andreas heißt er, ob den bei der „Notlandung“ etwas passiert wäre, will er wissen. Seine Eltern jedenfalls hätten sich furchtbar erschrocken, als da so tief, es war ja nur ein „Wischerer”, das Segelflugzeug vor ihrer Terrasse vorbeiflog. Und derweil sich die Eltern zuhause weiter Sorgen machen, freunden sich Andreas und ich kurzerhand an. Andreas bekommt bei seiner Sitzprobe im Cirrus die Grundlagen des Segelfluges vermittelt, ist schwer begeistert, und die Eltern machen sich weiter Sorgen .. In Hersbruck organisiert Klaus-Dieter inzwischen ein erstklassiges Rückholer-Team, nämlich den eben wieder eingetroffenen Lukas samt dem Bauminister. Endlich ruft Andreas zuhause an, ich tue es ihm gleich und kassiere prompt einen Anschiß von der Susl “Wie, schon wieder aussengelandet? Wird das jetzt zum schönen Brauch bei deinen Flügen? Wie kann man denn da überhaupt absaufen, wenn der Himmel so aussieht, wie er heute Nachmittag aussieht?!” Naja, wie wir alle wissen, ist Toleranz und Verständnis die Grundlage einer jeden gedeihlichen Partnerschaft ..

Sitzprobe im Cockpit
Sitzprobe im Cockpit

Wir hängen den Cirrus mit einer passenden Kette an einen Bulldog und schleppen ihn an den Rand des Feldes, wo aus wir ihn ideal abbauen und im Hänger verstauen können. Dann, und jetzt komme ich wieder zum Anfang meiner Geschichte, sitze ich bei den Meixenspergern auf der sonnigen Terrasse und laß es mir gut gehen, bis meine Rückholer da sind. Abbauen und die Rückfahrt dauert gut zwei Stunden, wir sind allesamt hungrig und beschließen den Abend zu dritt in “unserer” Pizzeria in Hersbruck. Ein ganz herzliches Dankeschön nochmal an Jörg und Lukas!

Der Erkenntnisgewinn

    - Haubenfaden beim Aufrüsten bzw. beim Vorflugcheck ansehen/ evtl. mit zwei kurzen Klebstreifen nacheinander befestigen.
    Die Entscheidung, den Flug ohne Haubenfaden durchzuführen halte ich für korrekt, ich war mir sicher, auch ohne Faden weitestgehend koordinierte Steuereingaben durchführen zu können – eine geringe Leistungseinbuße halte ich aber v.a. bei mir als Pilot für wahrscheinlich.
    Keinesfalls aber dürfen Fehlfunktionen/ Störungen am Fluggerät die Pilotenkonzentration latent so beanspruchen, dass die Aufmerksamkeit für das eigentliche Fliegen leidet – in solchen Fällen sollte der Flug tatsächlich abgebrochen werden.
    - Früher starten, das hätte dieser Tag hergegeben, und, wir hätten es erkennen müssen.
    - Versuchen, eine Vorstellung vom mittleren Steigen an dem Tag/ in der Gegend zu gewinnen und dann bei ausreichender Höhe konsequent die starken Bärte anfliegen (und weniger Zeit beim Kreisen in schwacher Thermik verplemmpern)
    - Cham bzw. auffällige blau Löcher meiden wie der sprichwörtliche „Deifi“ das Weihwasser – wäre ich Dödel konzentriert zunächst nach Norden geflogen, die Bergkette östlich von Waldmünchen hatte bei meinen letzten Flügen immer gut getragen, wären das Nachhausekommen, mit etwas Geschick und den verbleibenden zwei Stunden thermisch aktiver Zeit auch an die 350 km mit dem Cirrus drin gewesen. So waren´s 230 km und ein 65iger Schnitt. Wie, ihr meint das sei noch nicht besonders rekordverdächtig?! Im Vergleich zu euch gesehen freilich, für mich persönlich aber doch eine kleine Verbesserung, zumal Schnelligkeit in allen Lebenslagen wohl ohnehin nicht zu meinen angeborenen Talenten zu gehören scheint. O-Ton Suserl: „Der Amir braucht für alles furchtbar lange, nur beim Motorradfahren geht´s ihm nicht schnell genug“.

Amir Treschau

Bericht vom D-Kader Trainingslager

von Stefan (Admin) 29. April 2009

Bericht vom D-Kader Trainingslager

Sammy schreibt uns vom Trainingslager in Ansbach:

Hallo Kameraden!

Ich hab ja versprochen mich mal zu melden und werde jetzt kurz berichten wie es hier so läuft in Ansbach beim D-Kader Traningslager.

Die Anreise und das Einrichten war zwar eine kleine Prozedur, hat jedoch dank Papa ganz gut geklappt und ich bin mit großem Elan ins Trainingslager gestartet ;) Samstag erfolgte wie imma ein richtig laanger Sicherheitsvortrag über das Gebiet um Ansbach usw..
Sonntag ging es gleich los mit einer Aufgabe, wie im Wettbewerb, die wir fliegen sollten. Klang alles ganz gut. Ich wurde wie immer wegen meinem “schlechten” Flugzeug ein wenig als Problemkind liebevoll bezeichnet und durfte mich somit wiedermal beweisen.

Leider gelang es mir am Sonntag nicht die Aufgabe zu schaffen und ich landete zum ersten Mal auf einem Acker außen :-/ Eine perfekte Situation um das “Astir kann bei schlechtem Wetter nicht fliegen” mir nochmal dick aufzudrücken, doch neben mir aufm acker stand ebenso ein discus, eine ls4 und eine ls6 …
trotzdem hieß es am Montag in der früh, dass der Astir einfach zu schlecht ist (so ein Kadertrainer) für das Trainingslager.
Tja ein harter Schlag, doch kein Grund den Astir aufzugeben, wie es mir hier mehrfach vorgeschlagen wurde.

Am Montag unserem zweiten Flugtag, sah das Wetter noch schlechter aus. Trotzdem bekamen wir eine noch größere Aufgabe zu fliegen.

Meine Gruppe ( eine Libelle und der Trainer mit einer Antares “Hans Trautelberg”) kam als erste in die Luft, flog aber ca. eine Stunde später erst über die Abfluglinie zum starten der Aufgabe. Die Antares musste zwischendurch landen und ich konnte 2 mal bekanntschaft mit 250m Gnd Ansbach machen :D hurraa :P Wie der Tag endete war beim Briefing fast schon klar. Wir flogen alle hin zu unserer ersten Wende über Rothenburg, die genau in Richtung einer kommenden Abschirmung lag und hatten danach, bis auf zwei Piloten, alle das Vergnügen außen zu landen :D Es ist somit ein lustiger Tag gewesen und am Abend ein noch schönerer als nach dem auslesen der flüge ersichtlich geworden ist dass der astir “ab und zu” der Aufwindschnüffler war ;) und sich mit allen anderen messen konnte ;)

Ganz abgesehen von den tollen Erlebnissen bei den Außenlandungen ist es hier einfach klasse, wir haben eine menge Spaß und werden gut auf die Qualifikation vorbereitet.

Freitag soll das Wetter wieder besser werden. Wenn ich zwischen Schwimmbadbesuchen, Theorieunterricht, Fliegerpolieren, Kochen und Condorspielen ein wenig Zeit finde, berichte ich über die Außenlandungen :)

Viele Grüße aus der Anstalt… äähh.. vom Flugplatz in Ansbach bei Petersdorf.

Mit thermischen Grüßen
Samy

Licht und Schatten …

von Peter 28. April 2009

Tja, nun ist es also gelaufen; das erste Bundesligawochenende ist vorbei. Und leider ganz anders als erhofft!  

Ehrlich gesagt, stehe ich noch immer unter Schock. Da fliegen Stefan und Günter (LG) die schnellsten Bundesligaschnitte die jemals von Hersbruck aus geflogen wurden, und wir schaffen es nicht einen 3. Flug zu melden.  Sogar mit nur einem 50er Bundesligaschnitt als 3. Flug wären wir auf Rang 5 gelandet und hätten 16 Punkte bekommen. So haben waren es 3 Punkte und Rang 18.

Das frustrierendste dabei ist für mich, dass wir am Samstag ja durchaus Flüge hatten die als 3. Flug geeignet gewesen wären.

Schuld bin natürlich ich, da ich es versäumt habe vor dem Start wie im Kindergarten jeden Piloten einzeln zu betreuen, und nach der Landung wieder jeden persönlich darauf hinzuweisen, dass Bundesligaflüge ausnahmslos bis 10:00 des Folgetages gemeldet sein müssen. Sonst zählen sie nämlich nicht für die Bundesliga.

Ein Infoabend zum Start der Bundesligasaison reicht hier denke ich nicht aus, da offensichtlich nur mit intensivster zeitnaher persönlicher Betreuung sichergestellt werden kann, dass auch wirklich jeder die Regeln verstanden hat.

Doch nun in Kurzform zu den Ereignissen des letzten Wochenendes:

Der Wetterbericht meldete mässige bis gute CU-Thermik mit Zufuhr trockener Warmluft aus SO. Basishöhen ca. 1800m NN.

Da es bei solchen Wetterlagen oft über den Mittelgebirgen zu deutlich besseren Bedingungen kommt, beschlossen Günter (LG) und Stefan (WM) ihr Glück Richtung Bayerischer Wald zu versuchen. Ihr Flug führte sie in Blauthermik über 100 km Richtung BayerWald, wo ihnen dann vor Arnbruck der Einstieg in die Wolkenthermik gelang. Was dann folgte war eine ein fantastischer Ritt bis nordöstl. Grafenau (max. Entfernung nach Hersbruck über 180km). Dabei konnten sie im Team auf einzelnen Teilstrecken Schnitte von über 143km/h erfliegen; zweimal hin und zweimal zurück, und die Sache war im Kasten. Der Rückflug erfolgte dann ab Arnbruck wieder größtenteils in Blauthermik. Trotzdem konnten sie über die Gesamtstrecke fantastische Schnitte  erfliegen: Stefan 513km (112,5km/h) und Günter 515km (103,7km/h).  Über die Gesamtstrecke war ein Kurbelanteil von 17% und ein mittleres Steigen von 1,9 m/s erfliegbar.

Es ist sehr schade, dass diese tolle Leistung nicht auch mit einer entsprechenden Platzierung belohnt wurde.

Am Sonntag war dann leider außer mäßigem Warmluftgeschwabbel nichts mehr drin. Gunther und ich haben es zwar noch versucht, für die Bundesliga hat es leider nicht gereicht.

Bleibt nur die Hoffnung, dass wir in den verbleibenden 18 BL – Runden mit mehr Professionalität dabei sind.