Bauprüfung

von Lukas 26. September 2009

Joachim und Martin

Die letzten beiden Tage wurde ein Großteil unserer Flugzeuge vom Prüfer Martin Weglehner der jährlichen Bauprüfung unterzogen. Diese gründliche Kontrolle ist mit dem TÜV bei Autos vergleichbar.

Es wurden alle möglichen Teile auf mögliche Abnutzung oder versteckte Schäden untersucht. Selbst eine Gewichtsänderung des Flugzeuges über mehrere Jahre oder kleine Lackdellen werden dabei ernstgenommen. Denn bekanntlich können ja selbst kleine Ursachen große Schäden anrichten - und mit dem Flugzeug kann man nicht eben rechts ranfahren.

Doch der Prüfer bescheinigte unseren Flugzeugen einen einwandfreien Zustand. So konnen wir noch den Herbst genießen und nach der Winterpause sicher in die Saison 2010 starten.

Christoph, Gunther und Tanja kontrollieren den Lack Ein Teil der Checkliste Andi und Werner schmieren die Bremsklappenanlenkung

A-Prüfung bestanden

von Lukas 20. September 2009

 Thomas_alleinflug_start

Wieder haben sich Ausdauer, Geduld und der Drang nach Perfektion bezahlt gemacht: Nachdem er bei den Übungsflügen am Mittag seine Fluglehrer überzeugen konnte, dass er sein Flugzeug in jeder erdenklichen Lage beherrschen kann und auch die nötige schriftliche Grundlagenprüfung abgelegt hatte, durfte unser Flugschüler Thomas Belau heute am frühen Abend zum ersten Mal allein in die Luft.

Die Wochen davor trainierte Thomas seinen Flugstil, allem voran die Landetechnik, denn immerhin ist die Landung der Teil des Fluges, der am präzisesten ausgeführt werden muss. Und ein aufmerksamer Kamerad ahnte schon: “Na so langsam hat er den Dreh raus.”

Mit drei Flügen ohne Lehrer zeigte Thomas nun, dass er - wie erwartet - sicher fliegen und sanft landen kann. Danach ging es zum gemütlichen Teil über: die Kameraden überbrachten ihm den traditionellen Brennnesselstrauß (für das Gefühl für den Steuerknüppel in der Hand) und versohlten ihm den Hosenboden (für das Gefühl für die Thermik, denn die spürt man im Sitzfleisch am besten). Den anschließenden zahlreichen Glückwünschen kann ich mich hier nur anschließen: Lieber Thomas, Hals- und Beinbruch!

Thomas_alleinflug_Brennnesselstrauß Thomas_alleinflug_versohlen Thomas_alleinflug_mit_Fluglehrern

LSG Hersbruck bleibt erstklassig!!!

von Stefan (Admin) 1. September 2009

Hersbruck bleibt in der 1. Liga

Spitzengeschwindigkeiten bis zu 260 km/h sichern sehr gute Platzierung und damit den Klassenerhalt

Nun hat es also doch noch geklappt: Wir fliegen auch 2010 in der 1. Segelflugbundesliga. Dabei war der Verlauf der Saison denkbar schwierig. Vor allem Wetter- und Platzverhältnisse brachten uns fast zur Verzweiflung. Nach einer fulminanten Aufholjagd im Juli und August brachte erst die letzte Runde am vergangenen Wochenende die Entscheidung. Für die Jahreszeit sehr ungewöhnliches Wetter mit Kaltluft und starkem Wind bot einerseits traumhafte Segelflugbedingungen, hatte aber andererseits einige Fallen auf Lager. Zentrale Herausforderung an diesem Tag war die Anpassung der Fluggeschwindigkeit an das schnell wechselnde Wetter. So mussten sich die Piloten zunächst gegen den Wind bis weit hinter Stuttgart vorkämpfen, um dann entlang der Donau mit Rückenwind und Höchstgeschwindigkeiten bis zu 260 km/h bis nach Deggendorf zu jagen. Von dort galt es nun wiederum mit Gegenwind den Heimatflugplatz in Hersbruck zu erreichen. Hervorragend löste diese anspruchsvolle Aufgabe einmal mehr Peter Bohne mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 130 km/h und einer Gesamtstrecke von über 650 km. Dieser Schnitt ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass regelmäßig durch Kreisen („Kurbeln“) in der Thermik neue Höhe gewonnen werden muss. Die beiden anderen Piloten des an diesem Wochenende erfolgreichen Trios waren Gunther Münzenberg mit ebenfalls hervorragenden 125 km/h (persönliche Bestleistung) und Stefan Harries mit 120 km/h.

Mit dieser souveränen Leistung sicherte sich die LSG Hersbruck nach 19 Wochenrunden einen beachtlichen 18. Rang unter den 30 besten Segelflugvereinen in Deutschland. Für einen kleinen Verein wie die Luftsportgemeinschaft Hersbruck ist das ein grandioses Ergebnis. So ist es eine große Freude, dass man sich auch 2010 – bereits zum 5. Mal in Folge – wieder auf diesem hohen Niveau behaupten darf.

Herzlichen Glückwunsch auch an die SFG Donauwörth-Monheim zum Deutschen Meistertitel. Ihr habt wirklich eine super Leistung geboten!

Hier der Link zur Tabelle.

Hammerwetter

von Peter 26. August 2009

LS 4

Nach dem letzten Sonntag darf man sich über die Segelflugsaison 2009 wirklich nicht mehr beschweren. Hatte der Samstag noch einen guten Wetterbericht, aber grausliges Segelflugwetter geboten, so war der Sonntag endlich mal ein Tag wie man ihn sich wünscht.  

Gleich nach dem Start lud eine Wolkenstrasse in O – W Richtung zum schnellen Vorflug Richtung Osten ein, auch die mit 1000 – 1200  m noch niedrige Basis störte kaum. Gunther, der vor uns gestartet war, schwärmte von sehr guten Bedingungen und einem nahezu kreislosen Flug bis zur Grenze.  

Im Dreier-Team abgeflogen, legten Reinhard, Stefan und ich wohl etwas zu viel Euphorie an den Tag, und versäumten am Ende der Aufreihung einen Gang zurückzuschalten. Die Strafe folgte sofort, und wir fanden uns über der Grenze zu Tschechien in relativ niedriger Höhe wieder, ein Absaufer der viel Zeit und damit Geschwindigkeit kostete. 

Wieder folgten wir dann Gunther, der mittlerweile nördlich Grafenwöhr auf andere Wolkenstrassen gestoßen war. Die Thermik gab den Weg vor, Ziel war es mit Rückenwind möglichst weit nach Westen zu fliegen. Das klappte auch ganz gut; bei Grafenrheinfeld haben wir dann gewendet. Übrigens gelang es uns auch auf dem Rückflug nicht Gunther einzuholen, der mit einem Bundesligaschnitt von 104 km/h unterwegs war! Der Rückweg gegen den Wind lief erstaunlich problemlos, wobei natürlich die Geschwindigkeiten der Rückenwindstrecke nicht mehr erreicht wurden. 

Gemeldet wurden Flüge von 7 Piloten, die Strecken zwischen 280 km und 590 km flogen. Für die Bundesligawertung erzielte das Team Harries/ Wild/ Bohne eine Rundengeschwindigkeit von 328 km/h, was der LSG Hersbruck Platz 7 und 14 Punkte einbrachte. Damit konnten wir in der Tabelle wieder einen Schritt nach vorne machen, und belegen jetzt mit 94 Punkten Platz 22. In Sicherheit wiegen dürfen wir uns aber deshalb noch lange nicht. Schließlich liegen knapp hinter uns sehr gute Vereine, und die Ligawertung ist erst nach der folgenden Runde zu Ende.

Foto: Lukas Grams

Rückblick Fliegerlager und Bundesliga

von Peter 20. August 2009

Fligerlager 2009Luftrennen

Nun ist es also schon wieder vorbei, das Fliegerlager 2009.  Über die Ergebnisse der Ausbildung hat Stefan ja bereits informiert, ich möchte nur noch über die sportlichen Ergebnisse berichten. Die erste Woche lief ja bekanntlich super, geflogen wurde eigentlich an  jedem Tag.  Eines der Highlights waren dabei sicher die 600 km Flüge von Reinhard und Stefan am 04.08.09 (der Tag, an dem ich es nicht schaffte vom Platz nicht wegzukommen), bei dem sie zwischen Alsfeld und Weiden einer 200 km langen Wolkenstraße nachjagen konnten. Oder der 560 km Flug von Gunther am 07.08. der ihn zur Wasserkuppe und zurück führte.

Die Bilanz der 2 Wochen Fliegerlager kann sich wirklich sehen lassen. Von 9 Piloten wurden 48 Flüge gemeldet, die weiteste Strecke betrug 634 km (Stefan), und insgesamt wurden ca. 15000 km im Streckenflug zurückgelegt. Es gab auch die eine oder andere Außenlandung, und so manchen Rückschlepp von einem anderen Flugplatz. Für Abwechslung war also immer gesorgt.

Der erhöhte Trainingsaufwand schlug sich auch positiv in unseren Bundesligaergebnissen nieder. Nachdem es uns bisher lediglich gelungen war den Punkterückstand zu verkleinern, gelang uns am vergangenen Wochenende der Sprung auf Rang 23 in der Tabelle, dem ersten Nichtabstiegsplatz. Damit dürfen wir uns natürlich noch nicht zufrieden geben, abgerechnet wird schließlich erst zum Schluss, und noch liegen 2 Runden vor uns. Nach hinten geht es nach wie vor sehr eng zu, aber die 2 Vereine vor uns (Schwandorf und Ottengrüner Heide) sind auch nur 7 Punkte entfernt. Da ist wirklich noch alles offen.

Überhaupt war das letzte Wochenende durch sehr interessante Wetterlagen gekennzeichnet. Während am Samstag östlich des Naabtales die Aufwinde nur sehr schwer zu finden waren, wurde es östl. davon sprunghaft besser.  Am schnellsten war an diesem Tag Gunther unterwegs, der zwischen Pappenheim und Weiden einen BL-Schnitt von 79 km/h erfliegen konnte.

Um ja nichts anbrennen zu lassen, versuchten wir dann am Sonntag nochmals unser Glück, kämpften uns zunächst im Blauen Richtung Süden, wo wir dann bei Neumarkt auf die ersten Wolken, und schließlich südl. Hohenfels auf richtig gutes Wetter trafen.

So flogen wir westl. Regensburg in einen Hammerbart ein, der uns satte 5,3 m/s auf den Integrator, und ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte.  Leider folgte dem tranceähnlichen Zustand recht bald die Ernüchterung, auf dem Rückflug Richtung Eichstätt narrten uns einige der  angeflogenen Wolken mit einer Super-Optik, aber leider weniger guten Steigwerten. Der erneute Rückflug nach Regensburg gestaltete sich dann schon wesentlich schwieriger.

Endgültig der Ofen aus war dann bei Regensburg, der Blick Richtung Heimat verhieß nichts Gutes.  So beschlossen Stefan und ich den Heimweg östl. von Hohenfels zu wählen, da dort immer die Möglichkeit gegeben war einen Flugplatz zu erreichen. Unterwegs trafen wir dann noch auf Wolfgang Schuierer aus Schwandorf, der uns mit seiner LS 6/18 so manchen Bart zeigte, und schließlich gelang es uns bei Amberg Endanflughöhe zu machen. Auf jeden Fall ein sehr interessanter und spannender Flug, mit dem wir die Bundesligaschnitte des Vortages nochmals verbessern konnten, und mit Platz 16 immerhin 5 Punkte einstreifen konnten.

Drücken wir die Daumen, dass es in den verbliebenen 2 Runden so weitergeht, und das Glück weiterhin auf unserer Seite ist!

Dank an Lukas für die schönen Fotos!

Fliegerlager 2009

von Stefan (Admin) 18. August 2009

Fliegerlager 2009

Ein ereignisreiches Fliegerlager 2009 liegt hinter uns. So viele Flugtage wie noch nie – nur ein Tag war verregnet - haben uns einige Highlights ermöglicht. Viele Piloten haben spannende Flüge gemacht, mancher hat neue Dimensionen im Streckenfliegen für sich erschlossen. Vor allem aber haben wir wieder für unsere Zukunft gesorgt und in der Ausbildung weitere Fortschritte gemacht. Zwei erste Alleinflüge von Jugendlichen (Tanja und Hannes) und eine bestandene praktische Prüfung (Ferdinand) waren die erfreulichen Höhepunkte.

Aus sportlicher Sicht haben wir die Kurve bekommen und Dank des großen Einsatzes vieler die Abstiegsränge der Bundesliga verlassen. Jetzt gilt es in den verbleibenden zwei Runden noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und auf gutes Wetter zu hoffen. Dann könnten wir es wieder einmal schaffen…

Für mich besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass wir neben so viel Flugbetrieb auch noch ein beachtliches Rahmenprogramm für drei Gastgruppen stemmen konnten. Fast nebenbei haben wir das traditionelle Treffen mit unseren Landwirten erfolgreich ins Fliegerlager integriert. Die Resonanz auf diesen Abend war außerordentlich positiv.

Dies ist dem großen Einsatz und tatkräftigen Engagement vieler zu verdanken. Allen voran gilt mein besonderer Dank unserem 2. Vorsitzenden Helmuth, der wieder einmal die Organisation übernommen und mit Bravour durchgezogen hat. Unterstützt wurde er von vielen fleißigen Helfern vor und hinter den Kulissen. Exemplarisch sind hier im Bereich des Flugbetriebes Fluglehrer, Windenfahrer und Flugleiter zu nennen. Hinsichtlich der Versorgung unserer großen Truppe sage ich allen Fliegerfrauen und -müttern für ihre kulinarischen Beiträge herzlichen Dank.

Alle, die in irgendeiner Form bei der Durchführung des Fliegerlagers geholfen haben, haben damit einen wesentlichen Beitrag für den Zusammenhalt im Verein und dessen Zukunft geleistet. Ich persönlich sehe das Fliegerlager als zentrales Ereignis in unserem Vereinsleben. Gleichzeitig leisten wir in dieser Zeit hervorragende Nachwuchs- und Öffentlichkeitsarbeit. Hinzu kommt eine Aufbesserung des Vereinsvermögens als weiterer erfreulicher Nebeneffekt.

Einen Link auf ein paar Bilder vom Fliegerlager findet Ihr hier.

Ein neuer Pilot für die LSG

von Lukas 9. August 2009

Fluglager 2009
Nach den beiden Alleinflügen in dieser Woche reißt die Erfolgssträhne der Hersbrucker Segelflieger nicht ab:

Heute morgen kam Herr Spiech vom Luftamt Nord, um Ferdinand Harries die Prüfung zum Privatpiloten abzunehmen. Nach einer kurzen Vorbesprechung und zwei Prüfungsflügen, in denen verschiedene Übungen geflogen wurden, war der Prüfer so begeistert, dass er kurz entschlossen auf den sonst üblichen dritten Flug verzichtete. So konnte dem frisch gebackenen Piloten schon eine knappe Stunde nach dem Eintreffen des Prüfers gratuliert werden.

Doch vorerst wird Ferdinand noch wie ein Flugschüler mit Flugauftrag seiner Lehrer fliegen müssen. Denn er hat seine Ausbildung so schnell beendet, dass er noch bis Mai 2010 - bis zu seinem 16. Geburtstag - warten muss, ehe er eigenverantwortlich und mit Passagieren fliegen darf. Denn erst dann darf die Pilotenlizenz ausgehändigt werden.

Fluglager 2009 Fluglager 2009

Halbzeitbericht vom Fluglager 2009

von Lukas 9. August 2009

Fliegerlager 2009

Nachdem uns der heimische Sommer - Klimawandel hin oder her - bislang nicht eben verwöhnt hat, konnte in der ersten Woche unseres Fliegerlagers aber nun wirklich keiner meckern:

Durchwegs gutes bis sehr gutes Flugwetter, hochmotivierte Piloten, engagierte Fluglehrer und -Schüler, die es jetzt endlich wissen wollten, bescherten uns wundervolle Erlebnisse. Unsere Streckenpiloten (voran natürlich die Hauptverdächtigen …) meldeten mehrere Tage in Folge ganz tolle Flüge und Abends beim Bier mag dann zum “Bart des Tages” der ein oder andere Meter dazugekommen sein.

Am Mittwoch fand dann das traditionelle gemeinsame Essen mit den Landwirten statt. Dabei haben wir mit unseren Wiesennachbarn auf die jahrelange Freundschaft und Zusammenarbeit angestoßen.

Absolutes Highlight der ersten Woche aber waren die Freiflüge unserer Schüler.

Den Anfang machte am Donnerstag unsere Tanja, ich sage euch, die war am Freitag, als ich sie traf, immernoch wie in Trance. Am Samstag war dann Hannes Freitag an der Reihe - alles wie bei Tanja: Drei mustergültige Flüge und dann die ganze Prozedur: alle Anwesenden versohlen dem Aspiranten den Hosenboden, in dem ja bekanntlich das Thermikgefühl sitzen soll, Kühlung des Hinterteils mit einem Eimer Wasser, und Glückwünsche, die mit einem Brennesselstrauß überbracht werden. Brennnesseln in der Hand sollen für das notwendige Feingefühl in der Steuerknüppelhand sorgen. Jetzt weiß ich endlich, warum an Flugplätzen so viele Brennnesseln angebaut werden.

Tja, und ganz rund läuft die Sache natürlich, weil unser Helmuth als Haupt- und Oberorganisator für einen reibungslosen Nachschub an leckerem Frühstück, (Bio?)Würstchen und reichlich Abendessen sorgt. Also den Helmuth, auch wenn er nix für das gute Wetter kann, muss man doch und ganz doll loben. Prima Helmuth, weiter so!

Fluglager 2009 Fluglager 2009 Fluglager 2009 Fluglager 2009

(Lukas, Amir)

Knapp daneben ist leider auch vorbei…

von Peter 28. Juli 2009

Am letzten Sonntag zeigte sich einmal mehr die alte Regel, dass ein hervorragender Segelflugwetterbericht oft nicht wirklich stimmt. Zum einen waren es die regional nicht unerheblichen Niederschlagsmengen des Vortages, die zunächst hohe Feuchte und eine entsprechend niedrige Basis verursachten. Und dann scheint sich auch noch ein bisschen Warmluft mit eingemischt zu haben; jedenfalls standen die Aufwinde nach Aussage der Streckenflieger nicht immer da, wo sie eigentlich hätten sein müssen.

Durch den guten Wetterbericht elektrisiert standen am Morgen erfreulich viele Piloten bereit, um Streckenkilometer zu sammeln und um Bundesligapunkte zu fighten. Reiner (CE) war vorsichtshalber sogar nach Altdorf ausgewichen, da unsere Startbahn am Morgen mal wieder ziemlich nass war.

Gemeldet haben schließlich 7 Piloten ihre Flüge, wobei Stefan mit 500 km die weiteste Strecke flog, knapp gefolgt von Reiner mit 499 km. Während die meisten in dem Gebiet zwischen Thüringer Wald und östl. Landesgrenze unterwegs waren, versuchte Reiner sein Glück Richtung Schwäbische Alb. Offensichtlich waren die angetroffenen Streckenflugbedingungen auf der Alb und im Gebiet nördl. Hersbrucks ziemlich gleich, da sehr ähnliche Streckenlängen und Schnittgeschwindigkeiten erreicht wurden (WM – CE).

Reinhard (403 km), Klaus Z. (379 km) und Michael (220 km) waren im Norden Hersbrucks unterwegs, und Joachim besuchte den Osten (Weiden).

Für die Bundesliga punkten konnten Stefan (95,67 km/h), Gunther (93,66 km/h) und Reiner (91,68 km/h), die mit einer Rundengeschwindigkeit von 281 km/h nur sehr knapp an einer besseren Platzierung vorbeischrammten.

Nur 9 Geschwindigkeitspunkte mehr (also 3 km/h) für jeden hätten uns in der Rundenwertung 5 Plätze weiter nach vorne gebracht. Schade, wenn bei allen Bemühungen auch noch Pech dazukommt, aber dafür klappt es dann beim nächsten Mal.

So konnten wir die Runde 14 mit einem 20. Platz abschließen,  in der Tabelle belegen wir jetzt mit 53 Punkten Platz 27. Für den Klassenerhalt müssen wir noch 4 Plätze und 22 Punkte aufholen; vielleicht gelingen uns ja während des Fliegerlagers mal wieder 1 oder 2 gute Runden!

Der Thüringer Wald ruft

von Peter 8. Juli 2009

Stefan

Nachdem ich mir für das letzte Wochenende den Bericht erspart habe, wir sind ja nicht geflogen, lief es diesen Sonntag wieder deutlich besser.

Die Wetterfrösche hatten für Franken gute Thermik und Basishöhen von max. 2200m vorhergesagt. Das Wetter sollte sich von NW her bessern, die Richtung für unseren Abflug stand also fest. Während des Aufrüstens schob sich dann eine bedrohlich wirkende schwarze Schauerwolke nördlich des Platzes vorbei. Stefan, der bereits startbereit im Flieger saß, bekam noch eine kleinen Dusche ab. Meine Eltern, die zu dieser Zeit mit dem Auto im Raum Holnstein unterwegs waren, berichteten von sintflutartigen Regenfällen, die eine Weiterfahrt nur im Schritt-Tempo erlaubten.  

Eigentlich hatten wir vereinbart im Team zu fliegen, aber das Wetter machte uns nach dem Start einen Strich durch die Rechnung. Reinhard war vor dem Schauer Richtung Alfeld ausgewichen, Stefan und ich sahen nach dem Ausklinken nur die Möglichkeit uns möglichst rasch nach N abzusetzen. So waren wir leider alle als Einzelkämpfer unterwegs.

Es folgten schließlich noch Amir in der LS 4, Michael und Joachim und natürlich auch Ferdinand im Astir. 

Bei anfänglich recht niedriger Basis bekam ich dann nördl. Pottenstein dicke Probleme. Die Bärte standen einfach nicht da, wo sie hätten sein müssen.  In Windenstarthöhe entschloss ich mich meine Wassertanks zu leeren, um den schwachen Aufwind nicht ganz zu vergraulen. Unter mir sah ich einen Startplatz für Paraglider, die Piloten alle brav am Boden versammelt. Als ich dann 50m Höhe plus gemacht hatte, sprangen sie wie elektrisiert auf, und begannen mit ihrer Winde zu starten. Na super, dachte ich mir; da kämpft man um jeden Meter, und hat dann noch ein paar so Kurbelbremsen mit im Kreis. Ganz so schlimm kam es dann aber doch nicht, die blieben nämlich nicht hängen.

Über 20 Minuten später hatte ich mich dann wieder saniert, und konnte weiter Richtung Kronach. Allerdings ist nach so einer Beinahe-Außenlandung die Luft momentan ein bisschen raus, soll heißen, man fliegt zunächst deutlich vorsichtiger.

Stefan, der auch mit einem Absaufer zu kämpfen hatte, war mittlerweile bereits im Thüringer Wald, Reinhard hatte mich auch überholt und bei Lichtenfels gewendet um Richtung Osten zu fliegen. Wegen der guten Wetteroptik Richtung Thüringer Wald beschlossen Stefan und ich unser Glück dort zu versuchen. Aufgrund der Überentwicklungstendenzen blieben wir jedoch ab Kronach an der südwestl. Kante bei besserer Einstrahlung. Es lief recht ordentlich, bei Oberhof haben wir dann gewendet. Kurz vorher traf ich noch einen Pulk Bayreuther (Quax und Co.); überhaupt ist da oben immer sehr viel Segelflugverkehr, der zudem aufwindbedingt meist die gleichen Strecken entlangdonnert. Da wird das FLARM dann zur Lichtorgel.

Nach der Wende beschloss ich möglichst weit Richtung Osten vorzufliegen, während Stefan und Reinhard nochmals die Rennstrecke im Thüringer Wald wählten. Zwischenzeitlich trafen wir dann noch Amir, der auch dort oben unterwegs war, dann aber leider auf dem Heimweg bei Plech zu den Kühen musste. 

Während Stefan dann den direkten Weg nach Hause wählte (er hatte seine 6 Strecken schon ausgenutzt), traf ich bei Weiden Reinhard. Gemeinsam folgten wir dann noch einer Wolkenstraße Richtung Schwandorf, die aber leider nicht mehr die erhofften Steigwerte brachte. Hier lag offensichtlich noch die feuchte Luftmasse des Morgens, bei schlechter Sicht und deutlich niedrigerer Basis. Der Heimweg war dann, trotz sehr starken Mückenbefalls, problemlos.

Der Lohn war dann mit einer Rundengeschwindigkeit von 287 km/h der 9. Platz und 12 Punkte. Damit liegen wir nach Runde 11 mit 51 Punkten auf Rang 23 der Tabelle.

Die weiteste Strecke des Wochenendes flog mit 425 km Reinhard, den höchsten Schnitt über die Gesamtstrecke erzielte Stefan mit 91 km/h.

So kann es ruhig weitergehen; hoffen wir, dass auch das Wetter weiterhin mitspielt.