LSG Hersbruck wird Deutscher Meister in der 2. Segelflug-Bundesliga

Frust am MittagNun hat es also doch geklappt! Nach einem spannenden Finale haben wir uns den Deutschen Meistertitel der 2. Segelflug-Bundesliga geholt!! Dabei war die letzte Runde, wetterbedingt noch einmal spannend. Die Wetterbesserung am Sonntagnachmittag war zwar gemeldet, ob es dann aber zeitlich noch reichen würde war die große Frage. Und dann hatten wir ja gegen Mittag noch starke Regenschauer am Platz, die uns bis 14 Uhr am Boden hielten. Um keine Chance zu verpassen, waren wir mit 6 Piloten angetreten. Die Taktik war klar: Nach dem Start südlich um den Nürnberger Luftraum herum, und dann möglichst weit nach Westen gegen den Wind vorfliegen. Dann wenden, und eine möglichst langen Rückenwindstrecke ausnutzen. Als dann gegen 14:00 Uhr der Schauer endlich abgezogen war und ein Start sinnvoll erschien, machten Günter (LG) und Gunther den Anfang. Nachdem die beiden fliegbare Bedingungen gemeldet hatten, folgte der Rest mit Stefan, Reinhard, Reiner und Peter.

Nach dem Abflug wurde es bei manchem zunächst einmal richtig spannend, da es galt sich unter dem Luftraumdeckel Richtung Süden (Stöckelsberg - Neumarkt) vorzuarbeiten. Als wir frei vom Luftraum waren, ging es gegen den Wind nach Westen, wobei nur noch teilweise Wolkenstraßen genutzt werden konnten. Auf Strecke liefen die Wolken teilweise breit, bzw. produzierten noch Schauer, überhaupt sorgte der relativ starke Wind mit bis zu 30 km/h für viel Dynamik im Wettergeschehen. Was beim Hinflug noch gut ausgesehen hatte, war nach der Wende oft nicht mehr vorhanden.

Günter wendete schließlich bei Rothenburg, Gunther war etwas weiter südlich unterwegs, und wendete in der Nähe von Feuchtwangen. Der Rest der Truppe kehrte westlich von Ansbach um, und dann ging es mit Rückenwind und Vollgas Richtung Osten zurück. Dabei teilten sich die Teams etwas auf, Reiner, Stefan und Peter fanden dann aber bei Berching wieder zusammen, und konnten den Rückweg nach der Wende östlich von Regensburg gemeinsam antreten. Da der direkte Heimweg aufgrund der Wettersituation und des Sperrgebietes Hohenfels nicht möglich schien, wählten die 3 die Option Richtung Schwandorf nach Norden. An der nordöstlichen Ecke von Hohenfels trafen sie dann auch noch auf Günter (LG). Der Entschluß, eine große, dunkle Wolkenbank die parallel zur Nordgrenze von Hohenfels Richtung Westen verlief abzufliegen um Endanflughöhe zu machen zahlte sich leider nicht aus. Während Günter etwas nördlicher in der Sonne auf kleine und gut tragende Cu-Fetzen traf (und problemlos nach Hause kam), mussten Reiner (CE) und Stefan (WM) Motorhilfe bzw. ein Außenlandefeld in Anspruch nehmen. Für mich reichte es, nach anfänglichem Kampf in schwachem Steigen) dann doch noch knapp nach Hause.

Gunther war in der Zwischenzeit nochmals von Regensburg Richtung Westen zurückgeflogen, und schaffte nach der Wende bei Pleinfeld den Heimflug von Südwesten her ebenfalls ohne Motorhilfe. Reinhard (WR), der den Schwenk über Regensburg nicht mitgemacht hatte, war südlich Hohenfels Richtung Westen geflogen, hatte nach der Wende bei Regenstauf ebenfalls auf die Nordvariante entlang der Ostgrenze von Hohenfels gesetzt, musste dann aber leider auch aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen in Amberg landen und sich heimschleppen lassen.

Bis zuletzt blieb dann die spannende Frage, ob es wirklich reichen würde; schließlich war klar, dass die Schwäbisch Gmünder alles geben würde, um den Meistertitel zu holen. Erst nach Meldeschluß am Montag war es dann sicher: wir haben es wirklich geschafft, die LSG Hersbruck holt sich den Meistertitel der 2. Segelflug Bundesliga 2014. Der FG Schwäbisch Gmünd blieb aber ein haushoher Rundensieg, sie wird auch nach dem gemeinsamen Aufstieg in die 1. Liga ein ernstzunehmender Mitbewerber bleiben.

Für die LSG Hersbruck bedeutet unser erfolgreiches Abschneiden und der Wiederaufstieg natürlich eine schöne Genugtuung nach dem unglücklichen Abstieg im Vorjahr (mit 5 wetterbedingten Nullrunden).

Bleibt noch der Dank an alle, die als Helfer mitgewirkt haben, sei es als Windenfahrer, Schlepp-Piloten, Bodenmannschaft oder Rückholteam. Ohne eure Mithilfe wäre dieser schöne Erfolg ganz sicher nicht möglich gewesen. Und natürlich bleibt auch die Vorfreude auf die kommende Saison als Erstligist, bei hoffentlich fairen und ausgeglichenen Wetterbedingungen.

Foto: Lukas Grams

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