Hammerwetter
Nach dem letzten Sonntag darf man sich über die Segelflugsaison 2009 wirklich nicht mehr beschweren. Hatte der Samstag noch einen guten Wetterbericht, aber grausliges Segelflugwetter geboten, so war der Sonntag endlich mal ein Tag wie man ihn sich wünscht.
Gleich nach dem Start lud eine Wolkenstrasse in O – W Richtung zum schnellen Vorflug Richtung Osten ein, auch die mit 1000 – 1200 m noch niedrige Basis störte kaum. Gunther, der vor uns gestartet war, schwärmte von sehr guten Bedingungen und einem nahezu kreislosen Flug bis zur Grenze.
Im Dreier-Team abgeflogen, legten Reinhard, Stefan und ich wohl etwas zu viel Euphorie an den Tag, und versäumten am Ende der Aufreihung einen Gang zurückzuschalten. Die Strafe folgte sofort, und wir fanden uns über der Grenze zu Tschechien in relativ niedriger Höhe wieder, ein Absaufer der viel Zeit und damit Geschwindigkeit kostete.
Wieder folgten wir dann Gunther, der mittlerweile nördlich Grafenwöhr auf andere Wolkenstrassen gestoßen war. Die Thermik gab den Weg vor, Ziel war es mit Rückenwind möglichst weit nach Westen zu fliegen. Das klappte auch ganz gut; bei Grafenrheinfeld haben wir dann gewendet. Übrigens gelang es uns auch auf dem Rückflug nicht Gunther einzuholen, der mit einem Bundesligaschnitt von 104 km/h unterwegs war! Der Rückweg gegen den Wind lief erstaunlich problemlos, wobei natürlich die Geschwindigkeiten der Rückenwindstrecke nicht mehr erreicht wurden.
Gemeldet wurden Flüge von 7 Piloten, die Strecken zwischen 280 km und 590 km flogen. Für die Bundesligawertung erzielte das Team Harries/ Wild/ Bohne eine Rundengeschwindigkeit von 328 km/h, was der LSG Hersbruck Platz 7 und 14 Punkte einbrachte. Damit konnten wir in der Tabelle wieder einen Schritt nach vorne machen, und belegen jetzt mit 94 Punkten Platz 22. In Sicherheit wiegen dürfen wir uns aber deshalb noch lange nicht. Schließlich liegen knapp hinter uns sehr gute Vereine, und die Ligawertung ist erst nach der folgenden Runde zu Ende.
Foto: Lukas Grams
